Home | Töne & Takt & Tanz | Kulturbegegnungen | Führungen durch Neukölln | Weltreise durch Berlin | Kurz-Vita | Impressum
 Hauptseite 

Auf den Spuren von Kulturen

(Die Seite wird gerade umgebaut, ist aber aktuell...)

In dieser Veranstaltungsreihe
mit der Volkshochschule Neukölln
blicken wir nach Kleinasien.

Dazu gibt es zwei Studienreisen
und als Einstimmung gemeinsam mit Dr. Roland Daube
jeweils 19:00 - 21:30

eine Vortragsreihe:

17.02.2014   
(Montag)   
Philosophen und Apostel, Sufis und Sultane in Kleinasien -
Eine Reise in Bildern

Der Bericht erzählt von der türkischen Ägäis,
wo die Begründer der antiken Philosophie lebten
wie Thales von Milet und Heraklit von Ephesos.

Später wurde diese Gegend wichtig für die Verbreitung des Christentums
und danach ließen sich türkische Stämme dort nieder.

Wir begegnen der "Gottesmutter" Maria, den Aposteln Johannes und Paulus
und besuchen die antiken Orte, in denen sie gewirkt haben.

Der Vortrag führt auch nach Zentralanatolien,
wo durch das erste türkische Sultanat mit der Hauptstadt Konya
die Kreuzzüge ausgelöst wurden,

wo sich nach dem Mystiker Mevlana (Rumi)
der Sufi-Orden der tanzenden Derwische bildete
und die anatolischen Aleviten ihr Zentrum haben ,

und wo in Kappadokien Menschen
seit Tausenden von Jahren unter der Erde lebten.

Sie erhalten einen Vorgeschmack auf Begegnungen
abseits touristischer Trampelpfade,
erfahrbar in Bildern, Klängen und Geschichten.

Duftender Tee und türkische Süßigkeiten ergänzen die
Reise und bilden mit musikalischen Kostproben
den Rahmen zum Austausch.

Anmeldung hier
03.03.2014   
(Montag)   
Das Ringen zwischen Mythos und Logos,
Glaube, Vernunft und Religion
Der Vortrag beginnt mit einem anschaulichen,
philosophiegeschichtlichen Ausflug
in die Zeit der Entdeckung unseres Geistes
an der heutigen türkischen Ägäisküste.

Dort wirkten der "erste Philosoph" Thales von Milet
und seine Schule der Ionischen Naturphilosophen,
der "Sturmvogel der Aufklärung" Xenophanes aus Kolophon
und der "Denker des ewigen Wandels" Heraklit aus Ephesos.

Sie verzichteten bei ihrer Suche nach den Anfängen und Ur-Sachen
als erste auf mythologische Erklärungen der Welt.

Daraus entstand ein langes Ringen zunächst
mit der dem Mythos verpflichteten Orakelpriesterschaft,
die von den Aposteln des Christentums abgelöst wurde.

Diese Spuren führen zum heutigen Ringen
zwischen traditioneller Religion, individueller Spiritualität
und meist wissenschaftlich begründetem Atheismus.
11.03.2014   
(Dienstag)   
Mystik und Humanismus in Anatolien:
Mevlana/Rumi, Haci Bektas und Yunus Emre
(Texte und Gespräch)
Zur Zeit der Blüte der Scholastik in Europa (13. Jh.)
entwickelten sich in Zentralanatolien
zwei spirituelle Haupt-Strömungen:

der islamische Weg der Sufis (die "drehenden Derwische" )
und die "Partei" oder Bewegung der Aleviten (in Hacibektas).
Ihre Kronzeugen sind Haci Bektas, Mevlana (Rumi) und Yunus Emre.

Sie hatten ihre größte Wirksamkeit im heutigen Landesinneren der Türkei
und hinterließen Spuren in Konya und Haci Bektas.

In den Texten dieser drei Großen
geht es um die Suche des Menschen nach Heimat,
die bei Gott, und das heißt, im Menschen selbst, zu finden ist.

Das Universum ist die sichtbare Gestalt Gottes.

"Was Du suchst, findest Du in Dir selbst,
nicht in Jerusalem, nicht in Mekka."


Und so sind alle Menschen aufgrund ihres Menschseins gleich(wertig):
"Komm, komm, ob du Jude, Christ oder Moslem bist. Komm!"

Wir werden anhand von Textpassagen nach der Aktualität dieser Ansätze fragen
und nach ihrer Anwendbarkeit im interkulturellen Dialog.
Anmeldung:
bei der VHS Neukölln
Mehr Informationen:
Tel.: 030-61625001 - Cornelia Dette
Tel.: 04322-752311 - Dr. Roland Daube